O1 Journal-Panorama-logo

O1 Journal-Panorama

ORF Radio (Austria)

In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit...

Location:

Wien (Vienna), Austria

Description:

In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit allen Weltgegenden und allen Bereichen des Lebens, die gesellschaftlich relevant sind. Im Podcast hören Sie ausgewählte "Journal-Panorama"-Sendungen.

Language:

German


Episodes
Ask host to enable sharing for playback control

Bunker, Schutzraum, Notvorrat: Zivile Schutzinfrastruktur einst und heute

5/12/2026
Im Zweiten Weltkrieg boten Luftschutzkeller Schutz vor Bombenangriffen. Im Kalten Krieg war die Angst vor Atomschlägen Antrieb, Schutzräume zu errichten. Wie stark das Bewusstsein für Schutzinfrastruktur in einer Gesellschaft ausgeprägt ist, hängt von der geopolitischen Lage und aktuellen Bedrohungen ab. In Österreich beginnt das Thema Schutzraum-Strategie wieder an Bedeutung zu gewinnen. Welche Bedrohungsszenarien existieren und wie könnte die Zivilbevölkerung im Fall des Falles geschützt werden? Was ist Aufgabe des Staates und wie kann jede und jeder Einzelne gegen Krisen vorsorgen?

Duration:00:29:55

Ask host to enable sharing for playback control

ESC: Zwischen Vorfreude und Verunsicherung

5/11/2026
Der Eurovision Songcontest gilt als die größte Musikshow der Welt und als Wirtschafts- und Tourismusmotor für die Stadt, die ihn ausrichtet. Heuer sollen an die 160 Millionen Menschen im Fernsehen dabei sein, für die Shows in der Wiener Stadthalle wurden 95 000 Tickets verkauft. Zuletzt hat Österreich den Songcontest 2015, nach dem Sieg von Conchita Wurst, ausgetragen. Die Veranstaltung heuer findet allerdings unter gänzlich anderen Vorzeichen statt. Die politische und wirtschaftliche Lage ist unsicher. In Ländern und Gemeinden herrscht Spardruck, genauso im ORF, der die Veranstaltung ausrichtet. Geopolitisch sorgen der Krieg im Iran und die Lage in Nahost für Unsicherheit. Israel steht wegen des Vorgehens in Gaza in Kritik, fünf Länder boykottieren den Songcontest wegen Israels Teilnahme. Ob man will oder nicht: Ab dem 11.Mai wird man dem Songcontest in Wien nahezu überall begegnen und kaum entkommen.

Duration:00:29:52

Ask host to enable sharing for playback control

Vermitteln, erinnern, verstehen: Behinderte Menschen in der Erinnerungsarbeit

5/6/2026
In der NS-Zeit wurden rund 70 000 Menschen aufgrund einer Behinderung ermordet. Menschen mit Behinderung sind aber jahrzehntelang aus der Erinnerungsarbeit weitgehend ausgeklammert worden. Das ändert sich nun langsam.

Duration:00:34:24

Ask host to enable sharing for playback control

Russland: Machtverlust in der Nachbarschaft

5/6/2026
Seit Februar 2022 hält Russlands Krieg gegen die Ukraine die Welt in Atem - ein Krieg, mit dem Russland seinen Großmachtstatus wiederherstellen möchte. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Ukraine wehrt sich militärisch und hat außerdem eine enge Anbindung an die Europäische Union erreicht. Und auch in den anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion, etwa in Zentralasien, dem Südkaukasus und der Republik Moldau, scheint Russland an Macht und Einfluss zu verlieren. Was genau geht in diesen Ländern vor? Wie steht es um die ungelösten Konflikte in Georgien oder Moldau? Welche Rolle spielt China? Und wie können Österreich und die EU dazu beitragen, die Länder zu stabilisieren? Darüber diskutierten Expertinnen und Experten in der Wiener Landesverteidigungsakademie.

Duration:00:30:00

Ask host to enable sharing for playback control

Ein Jahr Papst Leo - der andere Amerikaner

5/5/2026
Seit einem Jahr ist Papst Leo XIV. als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche im Amt. Von Beginn an versucht er, sich als Friedenspapst zu profilieren. Vor allem deshalb wird der US-Amerikaner zunehmend als eine Art "Anti-Trump" wahrgenommen. Eine Bilanz über das erste Jahr von Papst Leo XIV.

Duration:00:29:57

Ask host to enable sharing for playback control

Klartext: Causa Wöginger - Schuldspruch und Rücktritt

5/4/2026
August Wöginger ist heute Nachmittag im Prozess wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch schuldig gesprochen worden. Er wurde zu sieben Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 43.200 Euro verurteilt. Auch die beiden Beamten, die in der Bewerbungskommission gesessen sind, wurden wegen Amtsmissbrauchs und falscher Beweisaussage schuldig gesprochen und zu sieben Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, Wögingers Anwalt hat Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung angemeldet. Wöginger kündigte unmittelbar nach der Urteilsverkündung an, als ÖVP-Klubobmann zurückzutreten. Ihm war vorgeworfen worden, für einen Parteifreund interveniert zu haben, damit dieser Vorstand des Finanzamts Braunau-Ried-Schärding wird. Es habe sich hierbei um kein Bürgeranliegen gehandelt, begründete die Richterin den Schuldspruch. Welche politischen Folgen hat der Prozess bzw. das Urteil? Wie groß ist der Schaden für die ÖVP und für die Politik im Allgemeinen?

Duration:00:29:45

Ask host to enable sharing for playback control

Klartext: 40 Jahre "Affäre Waldheim"

4/29/2026
Vor 40 Jahren wurde Kurt Waldheim zum Bundespräsidenten gewählt. Im ersten Wahlgang am 4. Mai 1986 erhielt der ÖVP-Kandidat 49,6 Prozent der Stimmen, die Stichwahl am 8. Juni gegen SPÖ-Kandidat Kurt Steyrer gewann Waldheim mit knapp 54 Prozent. Im Wahlkampf zuvor enthüllten das Nachrichtenmagazin profil und andere Medien Details über Waldheims Kriegsvergangenheit, die er zunächst abstritt, dann relativierte – die „Waldheim-Affäre“ erschütterte Österreich und bewirkte, dass sich das Land erstmals ernsthaft seiner NS-Geschichte stellen musste. Welche Rollen spielten ÖVP und SPÖ damals im Wahlkampf? Wie hat die „Affäre Waldheim“ das Ende der „Opferthese“ beschleunigt oder überhaupt ermöglicht? Inwieweit wirkt sie bis heute nach? Darüber diskutieren: Herbert Lackner, Journalist, ehem. Chefredakteur profil Ferdinand Trauttmansdorff, Diplomat, ehem. Waldheim-Mitarbeiter

Duration:00:29:55

Ask host to enable sharing for playback control

Todesvögel mit Argusaugen: Wie Drohnen den Krieg verändern

4/28/2026
Der Krieg der Zukunft findet längst statt: In der Ukraine hat sich der Himmel in ein Gefechtsfeld aus Aufklärung, Angriff und Gegenangriff verwandelt. Was mit umgebauten Baumarkt-Drohnen begann, ist zu einem hochtechnisierten Drohnenkrieg geworden, in dem Software und künstliche Intelligenz immer wichtiger werden. Kleine, billige Systeme ersetzen zunehmend teure Hightech-Waffen und verändern die Logik des Gefechts grundlegend. Zugleich verschwimmen die Grenzen zwischen Front und Hinterland, zwischen ziviler Technik und militärischem Einsatz. Drohnen entscheiden nicht nur das Kriegsgeschehen, sondern befeuern auch eine stark wachsende und innovative Drohnenindustrie. In diesem rasanten Wettlauf stellt sich die Frage, wie viel Kontrolle der Mensch in einem automatisierten Krieg überhaupt noch behält, während die Ukraine unfreiwillig als globales Labor für die Kriege von morgen dient.

Duration:00:29:51

Ask host to enable sharing for playback control

Mikrokosmos Tschornobyl - Leben in der Sperrzone

4/27/2026
Vor 40 Jahren ereignete sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Seither ist das Gebiet eine streng bewachte Sperrzone. Doch 2022 besetzen russische Truppen den Reaktor und heben im radioaktiv kontaminierten Wald Schützengräben aus. Der ukrainischen Armee gelingt es, die russischen Truppen aus dem Sperrgebiet zu vertreiben, doch seither ist die Sperrzone Einflugschneise für russische Angriffsdrohnen und Raketen. Immer wieder kommt es auch zu Einschlägen. Im Februar 2025 wird der Sarkophag des explodierten Reaktor-Blocks Nummer 4 durch eine russische Drohne beschädigt. Experten warnen vor der Gefahr einer weiteren nuklearen Katastrophe. Gleichzeitig hat sich die Sperrzone in den vergangenen Jahren zu einem einzigartigen ökologischen Gebiet entwickelt. Hier leben die einzige Wildpferdeherde Europas, wilde Kühe und einige wenige Menschen, die die Sperrzone trotz Krieg und Strahlung nicht verlassen wollen.

Duration:00:29:53

Ask host to enable sharing for playback control

Unbekannter Nachbar Liechtenstein: Ein politisches Porträt

4/23/2026
Liechtenstein gehört wie Monaco, Malta, Andorra oder Singapur zu den rund 50 Klein- und Mikrostaaten weltweit. Mit einer Fläche von 160 Quadratkilometern würde unser Nachbarland zweieinhalb Mal in die Stadt Wien passen. Das Fürstentum hat eine interessante politische Struktur: Es ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage. Seit 2025 lenkt eine Regierungschefin die Geschicke in dem Land, das das Frauenstimmrecht erst 1984 eingeführt hat - als europäisches Schlusslicht. Legale Abtreibungsmöglichkeiten gibt es bis heute nicht, das Fürstenhaus hat sich bisher quer gelegt. Wirtschaftlich hat das Alpenland einiges zu bieten: Es weist eine äußerst dichte Industrialisierung, zahlreiche Banken, Treuhandbüros und Vermögensverwaltungen auf – und gehört zu den reichsten Volkswirtschaften der Welt. Wie lebt es sich in einem Land, das nur elf Gemeinden und knapp 42.000 Einwohnerinnen und Einwohner hat? Was beschäftigt die Menschen?

Duration:00:29:52

Ask host to enable sharing for playback control

Klartext: Pensionen - wie lange noch, ab wann und wieviel?

4/22/2026
Vor wenigen Tagen haben Seniorenvertreterinnen gewarnt: Die Anhebung des Frauenpensionsalters führt zu vermehrter Arbeitslosigkeit im Alter. Andererseits hat die Regierung konkrete Maßnahmen präsentiert, die das Arbeiten über das Pensionsalter hinaus durch Erleichterungen bei Steuer und Sozialversicherung attraktiver machen sollen. Wie passt das zusammen? Wie stichhaltig sind außerdem die Argumente jener, die sich für eine weitere Anhebung des Pensionsantrittsalters für alle aussprechen? Wäre die nur logisch oder unvertretbar hart? Auch über die Pensionserhöhung für 2027 wird bald wieder diskutiert werden. Soll sie so hoch ausfallen wie die Inflation oder darunter liegen? Wieviel erlaubt die angespannte Budgetlage? Darüber diskutieren: Birgit Gerstorfer, Pensionistenverband (SPÖ) Christine Mayrhuber, WIFO, Vorsitzende der Alterssicherungskommission Johannes Gasser, Sozialsprecher NEOS

Duration:00:30:03

Ask host to enable sharing for playback control

Die Anwerbung von Pflegekräften aus armen Ländern

4/21/2026
Den Industrieländern des globalen Nordens fehlt es zunehmend an Pflegekräften. Sie rekrutieren deshalb Personal in armen Ländern des Südens: Großbritannien bedient sich seit dem Brexit – gegen den Willen der WHO – in bitterarmen afrikanischen Ländern; auch Österreich versucht verstärkt, Pflegerinnen aus Ländern wie Vietnam, Indonesien oder Kolumbien anzuwerben. Von deren Geldüberweisungen profitieren ihre Familien und die Wirtschaft ihrer Heimatländer. Andererseits aber zerbrechen viele Familien von Arbeitsmigrantinnen. Da vor allem gut qualifizierte Pflegekräfte auswandern, kommt es zu einem Brain-Drain. Die Gesundheitsversorgung in Ländern wie Kenia oder den Philippinen verschlechtert sich. Wie lässt sich diese Entwicklung korrigieren? Inwieweit würde eine Ausbildung ausländischer Kräfte in den Industrieländern statt in den Heimatländern helfen?

Duration:00:29:57

Ask host to enable sharing for playback control

Sudan: Völkermord vor aller Augen

4/20/2026
Dieser Tage jährt sich der Beginn des Krieges im Sudan zum dritten Mal. Dieser Konflikt ist laut UNO eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt: Rund 9 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben, etwa 4,5 Millionen flohen in die Nachbarländer. Fast ein Drittel der Bevölkerung leidet an Hunger und ist auf Lebensmittellieferungen angewiesen. Weiterhin werden täglich Dörfer und Städte aus der Luft bombardiert, vor allem mit Drohnen. Gezielt werden auch Krankenhäuser ins Visier genommen. Ende Oktober 2025 fand ein regelrechtes Massaker an der Zivilbevölkerung statt: Die Miliz RSF nahm Al-Faschir, die Hauptstadt der Region Darfur ein und metzelte in nur drei Tagen bis zu 70.000 Menschen nieder. Die Aufarbeitung der brutalen Geschehnisse und die internationalen Ermittlungen haben gerade erst begonnen. Klar ist bereits: Die Übergriffe trugen Merkmale eines Völkermords und sind die größten Kriegsverbrechen seit dem Genozid in Ruanda 1994.

Duration:00:29:52

Ask host to enable sharing for playback control

Sicherheit beginnt im Kopf - Psychologie als Teil der Verteidigungsfähigkeit

4/16/2026
Die prekäre geopolitische Lage hat in Österreich das Thema Landesverteidigung wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Debatten um Wehrpflicht und ein höheres Verteidigungsbudget zeugen davon. Anfang April hat der Ministerrat die Einrichtung eines Krisenkoordinations-Gremiums angesichts des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran beschlossen. Über die psychologische Dimension moderner Sicherheitsvorsorge und Verteidigungsfähigkeit haben Expertinnen und Experten bei der 80. Militärpsychologentagung im Verteidigungsministerium diskutiert. Dazu zählt etwa, wie Menschen und Organisationen auf Extremsituationen vorbereitet werden können.

Duration:00:29:34

Ask host to enable sharing for playback control

Der Landraub – Wie Russland die Ukraine russifiziert

4/15/2026
Russland hält rund 20% der ukrainischen Gebiete besetzt. Diese Gebiete ähneln einer Blackbox: Unabhängige Berichterstattung vor Ort ist nicht möglich. Viele Menschen haben Angst, mit Medien zu sprechen. Dennoch gelangen ausreichend Informationen nach außen, die belegen, wie systematisch die russischen Besatzer alles Ukrainische in den von ihnen kontrollierten Gebieten zerstören. Die Instrumente: Kultur, Bildung, Bürokratie und Gewalt. Wer sich beispielsweise weigert, einen russischen Pass anzunehmen, erhält keine Sozialleistungen, keine Pension, keine Arbeit, keinerlei Unterstützung. In den Schulen würden schon die Jüngsten propagandistisch indoktriniert und vor allem militarisiert, erklären Menschenrechtsorganisationen. Junge Männer werden von der russischen Armee zwangsmobilisiert; hunderte, wenn nicht tausende Waisenkinder sind nach Russland verschleppt und dort zur Adoption freigegeben worden. In den meisten Fällen hat sich ihre Spur verloren. So schafft Russland Fakten.

Duration:00:29:51

Ask host to enable sharing for playback control

Die tödlichen Relikte von Kriegen: Fliegerbomben, Minen und Gift

4/14/2026
29 Tonnen altes Kriegsmaterial wurden im Vorjahr in Österreich geborgen. Jedes Jahr entsorgt der Entminungsdienst des Bundesheeres solche Mengen, er sorgt für den Abtransport und dafür, dass niemand durch Bomben und andere Kriegsrelikte zu Schaden kommt. Nicht immer ist das gefahrlos möglich. Nicht nur Blindgänger schlummern nach Kriegen im Boden und erinnern noch jahrzehntelang an die Gräuel der Kampfhandlungen. Moderne Kriege - Ukraine, Gaza, Iran - haben auch andere Folgen, etwa gigantische Umweltzerstörungen. Schwermetalle kontaminieren das Erdreich, massenhaft Glasfaserkabel verunmöglichen auf lange Zeit Landwirtschaft, und dazu kommt der unglaublich hohe CO2-Ausstoß durch Kriegsgerät aller Art.

Duration:00:31:40

Ask host to enable sharing for playback control

Klartext: Zeitenwende in Ungarn?

4/13/2026
Der Zweikampf zwischen Viktor Orbán und Péter Magyar ist entschieden - was kaum jemand für möglich gehalten hatte, ist eingetreten: Die Oppositionspartei TISZA wird im gestern gewählten ungarischen Parlament über eine Zweidrittelmehrheit verfügen. Damit ist der Weg frei für einen großflächigen Umbau des Systems Orbán, mit dem FIDESZ Ungarn in den vergangenen Jahren in eine illiberale Demokratie verwandelt hatte. Wie schnell kann es gelingen, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wieder herzustellen? Was ist von einem Ministerpräsidenten Magyar zu erwarten, und was bedeutet der eindeutige Wahlsieg für die EU und für Österreich? Ist der Rechtspopulismus durch Orbáns Niederlage nun weltweit geschwächt? Darüber diskutieren: Petra Edlbacher, Austria Presse Agentur Eszter Kováts, Politologin, Universität Wien Carsten Schneider, Rektor der Central European University, Wien

Duration:00:29:53

Ask host to enable sharing for playback control

Belgien: Wo der Radsport eine Religion ist

4/8/2026
Was für Österreich der Schisport, ist für Belgien das Radfahren. Die Flandern-Rundfahrt etwa ist immer ein Volksfest. Die "Ronde de Vlaanderen" ist eines der sogenannten Monumente, so werden die fünf Eintagesklassiker des Rennradsports genannt, von denen noch ein weiterer in Belgien stattfindet, nämlich das äußerst hügelige Straßenrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich Ende April. Abseits der Mega-Events finden in dem Land fast täglich Radrennen statt - in allen Disziplinen: Querfeldein, Mountainbike, Straße - mit Teilnehmer:innen von den ganz Kleinen bis zu den Senior:innen. Wie ist diese Liebe zu erklären? Eine Sendung von Jean-Marie Magro.

Duration:00:29:46

Ask host to enable sharing for playback control

Ungarn: Orbán vor der Abwahl?

4/7/2026
Lange galt er als unbesiegbar und allmächtig: der ungarische Langzeitpremier Viktor Orbán. Seit 16 Jahren regiert seine rechtskonservative FIDESZ-Partei das Land; Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wurden in dieser Zeit sukzessive abgebaut, das Land lag im Dauerkonflikt mit der EU. Doch bei den Parlamentswahlen am 12. April könnte es eng für FIDESZ und den Ministerpräsidenten werden: Mit Péter Magyar ist Orbán ein ernstzunehmender Konkurrent erwachsen. Im Wahlkampf verspricht er den Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption und die Verbesserung der Infrastruktur, des Gesundheitswesens und der Wirtschaftslage der Ungarinnen und Ungarn. Viele Menschen jubeln dem konservativen FIDESZ-Dissidenten, der die große politische Bühne erst 2024 betreten hat, zu - die meisten Umfragen sehen Magyar deutlich in Führung. Doch ein Wahlsieg ist keine ausgemachte Sache, denn Orbáns FIDESZ-Partei hat das Wahlrecht in den vergangenen Jahren mehrfach geändert, um ihre Machtbasis zur sichern.

Duration:00:32:35

Ask host to enable sharing for playback control

Mexiko City: Ein Stadtporträt

4/2/2026
Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wird am 11. Juni das Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwischen Mexiko und Südafrika ausgetragen. Damit rückt die mexikanische Hauptstadt weltweit ins mediale Interesse. Neun Millionen Menschen leben im Zentralraum, über 20 Millionen in der gesamten Metropolregion. Mexiko City ist eine der lautesten Städte der Welt, und doch ist es an manchen Plätzen erstaunlich ruhig. Einst durchzogen Kanäle die Stadt, auf den letzten davon gleiten bis heute Kayaks durchs grüne Wasser, am Horizont sieht man majestätische schneebedeckte Vulkane. Sie waren längst da, als noch die Azteken herrschten. Die meisten Seen, die seinerzeit über die Stadt verteilt waren, sind heute allerdings verschwunden.

Duration:00:24:53